STATT ANSICHTEN - Kunstausstellung in Waldbröls Schaufenstern

Donnerstag, 02.08.2018 - 12:23 Uhr

Für 8 Wochen werden die Bilder zu betrachten sein, die Künstlerinnen und Künstler aus Waldbröl und der Region an einem Wochenende im Juli im kurzfristig zum Atelier umfunktionierten Bürgerhaus zum Thema STATT ANSICHTEN gemalt haben. Am Samstag, 28.07.2018,  wurde die Ausstellung mit  einem zweistündigen Stadtrundgang offiziell eröffnet. WKT-Vorsitzender Kurt Mai und stellvertretender Bürgermeister Helmut Rafalski begrüßten rd. 80 Interessierte am Bürgerhaus zu dieser außergewöhnlichen Ausstellung in Waldbröls Schaufenstern. Künstler und Initiator des Kunst-Projektes STATT ANSICHTEN Uwe Appold lud zum Rundgang mit geballter Kompetenz ein, denn die Künstler waren überwiegend anwesend und  gerne bereit, etwas zur Idee und Technik ihrer Bilder zu sagen.


Uta Lösken hat sich des Merkurhauses in ihrem Bild angenommen und lässt die Schmetterlinge der Schaufensterfolie hoffnungsvoll in den Himmel flattern. Nico Lewin stellt in seinem Bild in ungewöhnlicher Mischtechnik das Fachwerk in den Focus. Für Bijan Sahafi ist Waldbröl zu einer Brücke in ein anderes Leben geworden, was er in seinem Bild farbgewaltig umsetzt. Sabine Wallefeld assoziiert mit Waldbröl die Wa(h)lheimat und lässt im unergründlichen Blau des Meeres zwei Wale gleiten. Des Weiteren hat sie eine Lichtung gemalt und lässt Waldbröl „grün atmen“. Regina Sieling hat drei verschiedene Collagen erstellt, die zum Hinschauen einladen, vielleicht findet man den Durchblick bei den vielen bunten Brillen? Vera Schöfer erinnert in ihren Bildern an Zuccalmaglio und hat Denkmal und Glockenspiel landschaftlich eingebettet. Christiane Vogel stellt den neuen Kirchplatz als Assemblage mehrdimensional und lebhaft dar. Für Elke Kühn brüllt in Waldbröl der bergische Löwe am Boxbergkreisel, ein Wimmelbild. Für Fatime Nour Khani ist das friedliche Nebeneinander der Religionen bemerkenswert für Waldbröl und so hat sie religiöse Bauwerke in Waldbröl ineinander verschachtelt dargestellt. Wiltrud Reich hat sich dem Wald an der Bröl angenommen und durch Farbschüttungen dargestellt. In einem weiteren Bild flattern die Schmetterlinge über stilisierten Blüten. Petra Döhl-Becher hat Waldbröl im Blick; in einem überdimensionalen Auge spiegelt sich die Stadt im Grünen. Für Bernhard Kyborg hat die Kirchentür eine befreiende Wirkung. In einem weiteren Bild vereint er die Bausünden Waldbröls auf einem Quadratmeter. Für Melanie Schäfer ist der lebendige Viehmarkt ein Kontrast zu leerstehenden und leblosen Schaufenstern. Für Rebecca Anders steht ebenfalls die Vielseitigkeit der Glaubensgemeinschaften für Waldbröl. Heidi Osinski stört sich an eintöniger unattraktiver Bauweise und setzt ihr den Charme einer Fachwerkidylle entgegen. Zudem ist auch für sie in einem weiteren Bild die Kirchentüre zum Tor zum Leben geworden. Liesa Sommer wünscht sich für Waldbröl, dass die Stadt weiterhin gut behütet ist und setzt in ihrem Bild die beiden Kirchen in früherer Zeit in ein Dorf im Fachwerkcharakter. Barbara Wiede hat ein Triptychon bestehend aus insgesamt 3 Bildern erstellt. Frauen flanieren durch die Stadt, an Schaufenstern vorbei und sitzen im Cafe – ein Einkaufsbummel. Maria Möller setzt markante Bauwerke Waldbröls wie Sternenstaub zwischen Wald und Bröl. Im Mittelpunkt steht der lebhafte Waldbröler Markt. In einem weiteren Bild stellt sie in unterschiedlichsten Grünschattierungen eine Waldlandschaft mit Lichtung dar. Edith Fischers Bild ist ebenfalls in unterschiedlichsten Grüntönen und Materialien gestaltet. Einige buddhistisch gekleidete Figuren nehmen eine bunte Figur mit auf einer Geh-Meditation durchs Grüne.

Die Besucher waren begeistert von der Vielfältigkeit der über 30 Bilder und Darstellungen. Vor den jeweiligen Schaufenstern wurden die Bilder mit viel Applaus belohnt. Die Ausstellungsbesucher, die sich in so großer Anzahl durch Waldbröls Straßen bewegten, erregten viel Aufsehen.
Zum Abschluss des Rundgangs fand man sich bei einem erfrischenden Getränk wieder im Garten des Bürgerhauses ein. Hier war noch mal Gelegenheit mit den Künstlerinnen und Künstlern, sowie Uwe Appold  ins Gespräch zu kommen. Manch einer der Besucher hatte bereits sein Lieblingsbild auserkoren. Uwe Appold berichtete noch einmal von dem Workshop, dem Entstehen der Bilder und der schönen Gemeinschaft, die beim Malen an den drei Tagen entstanden ist. Er betonte, wie wichtig die Kultur für eine Stadt ist, denn durch sie, in unterschiedlichster Ausgestaltung, gewinnt eine Stadt an Lebensqualität und wird zur Heimat.

Ein Flyer auf der Internetseite der Stadt Waldbröl zeigt die jeweiligen Schaufenster an. Auch zu Ladenschlusszeiten können die Bilder bei einem Rundgang betrachtet werden. Besucher sind eingeladen ihr Lieblingsbild zu wählen. Unter allen Einsendern wird ein handsigniertes Buch von Uwe Appold verlost. Einsendungen bitte per Mail oder Post an petra.doehl-becher(a)waldbroel.de Rathaus, Nümbrechter Straße 19, 51545  Waldbröl.

Flyer zum Download: https://www.dropbox.com/sh/kfed8ixgn7a1xsc/AABg7omnSOiTCl-kXWfesjRCa?dl=0

Leser-Kommentare zu diesem Artikel

Sie haben Fragen, Anregungen oder Kommentare zum Thema? Dann können Sie uns hier öffentlich Ihre Meinung sagen.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Industrieflächen in Waldbröl

Gewerbe- und Industrieflächen in der Nähe von Köln

Werbepartner

Volksbank Oberberg

Kontakt

Stadt Waldbröl
Der Bürgermeister

Nümbrechter Str. 18-21 
51545 Waldbröl

Tel. (02291) 85-0 
Fax: (02291) 85-125

E-Mail: info(a)waldbroel.de