Schwimmbad – Campingplatz – Lachsangeln

Auch die Sonne lachte als Regierungspräsidentin Gisela Walsken den Förderbescheid über fast zwei Millionen Euro zur Unterschrift vorlegte. Professor Dr. Lothar Scheuer (l.) und Bürgermeister Peter Koester griffen dafür gerne zum Stift. Foto: Jürgen Sommer

Donnerstag, 26.07.2018 - 14:38 Uhr

Von Jürgen Sommer

Das Wetter war hochsommerlich toll und es herrschte - zu mindestens auf den ersten Blick - Biergarten Atmosphäre. Der Anlass für das Zusammentreffen von  Vertretern des Aggerverbandes und der Stadt Waldbröl mit Bürgermeister Peter Koester war ausgesprochen erfreulich. Erwartet wurde in Waldbröl-Niederhof, an der „Klus“, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die mit einem Zuwendungsbescheid über 1,95 Millionen Euro auf dem Weg war. Walsken hatte telefonisch eine kleine Verspätung angekündigt, weil sie baustellenbedingt „ im Off“ gelandet war, wie sie scherzhaft bei ihrer Ankunft anmerkte. Professor Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverband, begrüßte die Regierungspräsidentin sehr herzlich, denn schließlich fließt das Geld in sein Haus, um damit wiederum ein Fließgewässer, den Brölbach, in eine 600 Meter lange und 50 Meter breite Gewässerlandschaft einzubetten. Die drei Hektar große Fläche war ursprünglich ein Freibad, wurde später zum Campingplatz umfunktioniert und gelangte vor Jahren wieder in den Besitz der Stadt, weil der Campingplatzbetreiber das Areal verwahrlosen ließ. Inzwischen wurde die drei Hektar große Fläche für die Umgestaltung vorbereitet. Die Bauruinen sind entfernt und nicht standortgerechter Bewuchs sowie Pflanzungen im geplanten Trassenbereich des neuen Bröllaufes wurden gerodet. Geblieben sind die Wasserfläche des ehemaligen Schwimmbades und die Wehranlage, die als Sperrbauwerk den Brölbach staut. Hier setzt die Wasserrahmenrichtlinie an, denn Bröl und Waldbrölbach sind Zielartengewässer für Lachs und Aal. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Durchgängigkeit der Gewässer durch Rückbau von Wehranlagen herzustellen. Diese Aufgabe wird der Aggerverband bis zum Jahr 2019 umsetzen. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei 2,5 Millionen Euro. Das Geld steht nun bereit. Doch bevor die Bagger anrollen wird die Teichanlage abgefischt und die Tiere ziehen artgerecht in andere Gewässer um. Danach müssen Tonnen von Schlamm und Sedimenten vom Teichgrund entfernt werden. Es bleibt eine Restwasserfläche, die bei ausreichendem Wasserstand über die Bröl gefüllt wird. Somit wird künftig das Naturerlebnis Gewässerlandschaft Klus durch die Erlebbarkeit einer Wasserfläche abgerundet. Womit stößt man zu diesem Anlass an? Mit Wasser natürlich! Und das Glas mit dem erfrischenden Aqua-Minerale wurde bei fast 30 Grad Außentemperatur gerne angenommen.

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