Positive Ergebnisse bei "Waldbröl bleibt sauber": Bürgerversammlung bringt Paten hervor

Blick über Waldbröl, im Hintergrund ein Heißluftballon (Foto: Friederike Klein)

Blick über Waldbröl, im Hintergrund ein Heißluftballon (Foto: Friederike Klein)

Mittwoch, 25.05.2011 - 08:08 Uhr

Unter dem Titel „Waldbröl bleibt sauber“ hatten die Stadt Waldbröl und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) zu einer Bürgerversammlung, einem so genannten „Müllgipfel“ eingeladen. Bürgermeister Peter Koester begrüßte im gut gefüllten Ratssaal des Bürgerhauses zusammen mit Reinhard Grüber die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Einzelhandel, Handwerk, Gewerbe, Industrie sowie bereits aktive „Müllbeseitiger“.

Diese Bürgerversammlung sollte dazu dienen, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Vorschläge zu erarbeiten, um die Stadt sauber zu halten. Müll gehört nicht auf die Straße oder den Bürgersteig, der Sperrmüll und tütenweise Restmüll nicht in die Natur, so die kurze Zusammenfassung. Besonders sind es die Tretminen der Hunde, die immer wieder für Unmut sorgen. Auf Anregung von Ursula Strauß, etwas gegen diese Hundehäufchen zu unternehmen, hat die Stadt Waldbröl in der Zwischenzeit rund 800 Hundebesitzer angeschrieben. Etwa ein Drittel der Angeschriebenen hat geantwortet und Vorschläge gemacht, die noch aufgearbeitet werden müssen. Hier nutzte Bürgermeister Koester die Gelegenheit, den Unterschied zwischen einer Gebühr und einer Steuer zu erklären. Bei einer Gebühr wird für eine Leistung der Stadt eine Gegenleistung in Geld erhoben, die Steuer verfolgt ohne Gegenleistung, sondern hat ausschließlich ordnungspolitische Bedeutung, soll heißen, dass die Hundesteuer beispielsweise helfen soll, die Anzahl der Hunde zu begrenzen. „Also als Hundebesitzer zu argumentieren, dass man doch Hundesteuer zahle und von daher den Hundekot nicht wegräumen müsse, zieht da nicht“, so Koester. Hundehalter sind verpflichtet, die Tretminen unverzüglich selbst zu entsorgen.

Diskutiert wurden auch die Zustände bestimmter Straßen, Wege und Plätze, beispielsweise der Promenadenweg, der Bereich der Friedensmauer, der Oststraße, dem Brückenweg, Straßen und Wege im Bereich von MC Donalds, der Parkplatz am Campingpark Klus aber auch gebäudliche Zustände im Bereich der Kaiserstraße oder auch in  der Ortschaft Bröl bis hin zum Taubenfüttern auf dem Marktplatz und die dadurch entstehende Verunreinigung. Vielfach können nur Gespräche geführt werden, solange keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung besteht. Niemand hat einen Anspruch auf „schöne Aussicht“.

Nach einer umfassenden, teilweise sogar emotionalen Diskussion wurden Ideen zusammengetragen. Zu den Vorschlägen gehören in erster Linie Patenschaften für bestimmte Bereiche. Auch sollten mehr Mülleimer aufgestellt werden, so die Idee von gleich mehreren Anwesenden, Mülleimer, die nicht für die Vögel zugängig sind. Die Kosten allerdings, müssten durch Sponsoren aufgefangen werden. Auch die Schulen sollten auf dem Schulhof sowie in ihrem näheren Umfeld mit den Schülern im Rahmen einer Müll AG selber für Ordnung sorgen. Christel Kirsch, Leiterin der JuBs, kann sich die Patenschaft für den Bereich der Jugendbegegnungsstätte und ggf. darüber hinaus vorstellen. Von den Pfandflaschen, die bereits gesammelt werden, können die Jugendlichen häufig grillen, beschrieb sie die Größenordnung des wild entsorgten Glasmülls. Auch das THW, so Jürgen Köppe, wird sich Gedanken machen, wie man helfen kann. Reiner Stegemann machte sich für einen neuen Mülleimer im Bereich der evangelischen Kirche stark, die er zusammen mit seinem Nachbarn Modehaus Barth anschaffen möchte. Im Laufe des Abends wurden viele Ideen aufgegriffen, wobei einiges am lieben Geld scheitern wird. „Selbst wenn wir durch Personaleinsatz höhere Einnahmen als Ausgaben erzielen würden, so dürfen wir es nicht“, so Bürgermeister Koester, der die Schwierigkeit der sich im Nothaushalt befindlichen Stadt erklärte.

Andre Steiniger und später Armin Fuchs brachten es auf den Punkt: Nur eine Änderung des Bewusstseins der Bürger wird die Lösung sein. Im September soll der nächste Müllgipfel stattfinden, schlug Reinhard Grüber vor, dann können vielleicht schon Erfolge vermeldet werden. Zwischenzeitlich wird man sich noch in kleineren Runden zusammen setzen, um das weitere Vorgehen zu koordinieren.

Jede Waldbrölerin bzw. jeder Waldbröler kann sich gerne bei der Stadt als Pate melden, möchte er einen begrenzten Bereich sauber zu halten. Ansprechpartner ist Eckhard Becker. Ihn erreichen Sie telefonisch unter 02291/85-183, per Fax: 02291/85-125 oder per Mail unter eckhard.becker(a)waldbroel.de 

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