10 Jahre Baustellen in der Stadt - Um- und Ausbau des Waldbröler Straßennetzes für die Zukunft

An Umleitungs- und Sperrschilder werden sich die Waldbröler in den nächsten Jahren gewöhnen müssen. (Foto: Jürgen Sommer)

An Umleitungs- und Sperrschilder werden sich die Waldbröler in den nächsten Jahren gewöhnen müssen. (Foto: Jürgen Sommer)

Freitag, 10.10.2014 - 12:13 Uhr

Lieber 10 Jahre klotzen als 20 Jahre kleckern! Auf diese Formel hat man sich im Rathaus geeinigt, als es um die Frage ging, in welcher Form und in welchem Zeitraster die gewaltigen, unumgänglichen Straßenbaumaßnahmen in der Stadt abzuwickeln sind. Der städtische Verkehrsplaner Hartmut Schröder erläuterte in einem Gespräch mit dieser Zeitung die geplanten Maßnahmen im Einzelnen.

Oktober 2014: Baubeginn Boxbergkreisel. Bauherren sind Bund und Land. Geplante Bauzeit zweieinhalb Jahre. Witterungsbedingt kann sich die Bauzeit auch verlängern. Abgewickelt wird die Großbaustelle in Form einer Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus verschiedenen Unternehmen. Oktober 2014: Parallel zum Boxbergkreisel wird Mitte Oktober mit dem Ausbau der Schladerner Straße begonnen bis zur Einmündung  Schönenbach, einschließlich Kreisverkehrsplatz zum Panarbora Park. Bauherren sind Stadt Waldbröl und Bund. Bauzeit zwei Jahre. Oktober 2014 (Monatsmitte): Ausbau von Kalkberg, Körnerstraße und Lessingstraße mit Kanal- und Wasserleitungsbau. Bauherr: Stadt Waldbröl. Bauzeit zwei Jahre. Frühjahr 2015: Ausbau Sudermannweg vom Viadukt  bis zum Eichendorffweg. Parallel hierzu werden Drosselweg und Auf der Taschen ausgebaut. Bauherr Stadt Waldbröl. Bauzeit ein Jahr. Früjahr 2015: Ausbau des südlichen Teils der Schladerner Straße mit Kurvenbegradigungen bis zur Präsidentenbrücke im Siegtal. Bauherr Bund. Bauzeit zwei Jahre. Die B 256 bleibt komplett gesperrt. Eine Umleitung über  Erblingen und Langenberg ins Siegtal wird eingerichtet. 2015 (Jahresende): Nach Fertigstellung des unteren Kalkberges beginnen die Arbeiten an der Vennstraße, der Gartenstraße und der unteren Nümbrechter Straße einschließlich Umbau des Kreisverkehrs Nümbrechter Straße/Bahnhofstraße. Der Baumbestand des Kreisels muss weichen. Die Passierbarkeit für den Schwerlastverkehr soll erleichtert werden. Bauherr Stadt Waldbröl. 2016/2017 (frühestens nach Fertigstellung des Boxbergkreisels): Ausbau der oberen Kaiserstraße vom neuen Kreisel bis zur Einmündung Bahnhofstraße. Parallel oder im Anschluss erfolgt der Ausbau der Morsbacher Straße vom Kreisel bis zur Straßenmeisterei. Bauherr Land NRW. Anhängen an diese Baumaßnahme möchte sich die Stadt mit dem Ausbau der östlichen Bahnhofstraße von der Kaiserstraße bis zur Friedensstraße. Bauzeit ein Jahr. 2017 (bis Jahresende): Zur Verbesserung der Fahrgeometrie für LKW wird der Kreisel Kreuzstraße/Friedensstraße grundhaft erneuert. Bauherr Stadt Waldbröl. 2018: Ausbau der unteren Kaiserstraße (erster Bauabschnitt) vom Kreisverkehr Gartenstraße bis zur Nümbrechter Straße. Bauzeit zwei Jahre. Parallel hierzu wird der nördliche Teil der Nümbrechter Straße Richtung Homburger Straße ausgebaut. Bauherr Stadt Waldbröl. 2020: Zweiter Bauabschnitt Kaiserstraße zwischen der Nümbrechter Straße und der Friedensstraße unter Vollsperrung. Bauzeit zwei Jahre. Bauherr Stadt. 2022: Ausbau der Bahnhofstraße zwischen den Kreiseln Kreuzstraße und Nümbrechter Straße. Bauherr Stadt Waldbröl. Bauzeit ein Jahr. 2023/2024 Dritter und letzter Bauabschnitt Kaiserstraße von der Friedensstraße bis zur Bahnhofstraße. Ab 2025: Spätestens nach Abschluss aller Arbeiten ist entsprechend den Vorgaben des Stadtentwicklungskonzeptes mit der kompletten Einrichtung des Einbahnstraßenringes zu rechnen. Teilbereiche können in Einzelschritten schon vorher als Einbahnstraßen für den Verkehr geöffnet werden. Hartmut Schröder weist besonders darauf hin, dass die Baumaßnahmen im Kernbereich der Innenstadt immer unter Berücksichtigung der Tatsache zu sehen sind, dass komplette Ausweich-, Ersatz- und Umleitungsstrecken fertiggestellt sein müssen, die den Verkehr uneingeschränkt aufnehmen können. Hieran wurde auch die Ausbaureihenfolge festgemacht. Außerdem sind fast überall umfangreiche Leitungsverlegungen in den Straßen nötig, die zeitliche Verzögerungen verursachen können. Für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kaufleute wird es Zeiträume mit Einschränkungen geben. Um die Attraktivität der Stadt aufrecht zu erhalten denkt man an gemeinsame Sonderaktionen. Die Entscheidung, den Umbau der Verkehrsführung in einem kompakten Zeitfenster abzuwickeln, wurde von den Verantwortlichen im Rathaus nach eingehenden Beratungen getroffen.

Artikel von Jürgen Sommer

 

 

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