Stadtspaziergang "Denkmäler" Teil 1

Wieder einmal starten wir am Bürgerhaus, Kaiserstraße 82. Die Gedenktafel am Bürgerhaus informiert über die Geschichte des Hauses. 

Dieses Portal ist in die nach dem Abriss noch verbliebene Bruchsteinmauer eingelassen. Wir überqueren die Kaiserstraße (B 256) und kommen zum Portal des ehemaligen Kreisständehauses (Kreisständehaus des Landkreises Waldbröl von 1816 bis 1932).

Wir gehen die Kaiserstraße hinauf in Richtung Boxberg. Am Gesundheitsamt, Kaiserstraße 85, geht es vorbei zur Gedenkstätte, die an die Insassen der ehemals in Waldbröl ansässigen und im Jahre 1938 nach Hausen bei Waldbreitbach verlegten Heil- und Pflegeanstalt er innert .

Durch die noch stehenden Alleebäume (roter Ahorn) betreten wir den Königsborn- Park. Wir lassen das „Haus im Park“ zur Linken liegen und begeben uns über die Scharnhorststraße, den Freiheitweg, die   Oststraße und den Dr.-Alber t- Schumacher-Weg zu den beiden evangelischen Friedhöfen. Hier finden wi r die Grabstätte von Pastor Meiswinkel, der 41 Jahre lang Pfarrer in Waldbröl war. Auf dem oberen evangelischen Friedhof ist auf der Grabstätte der Familie Schumacher eine seltene und kunstvolle Grabeinfassung zu sehen. Sie wurde von Kunstschmied Hermann Schumacher geschaffen.

Über die Wiedenhofstraße abwärts Richtung Hochstraße kommen wir zum Hermann- Pampus-Platz, der an Hermann Pampus erinnert, einen hervorragenden, fairen Sportler und pflichtbewussten Feuerwehrmann. Er war lange Jahre Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Waldbröl.

Die Hochstraße überquerend treffen wir vor der evangelischen Kirche auf die Büste Friedrich- Wilhelms des III., der den Bau des neuen Kirchenschiffs 1837 bis 1843 maßgeblich unterstützt hatte.

Der Kirchturm samt Turm- Portal stammt noch aus dem 12. Jahrhundert, ebenso das aus Trachit- Gestein aus dem Siebengebirge gefertigte Taufbecken.

Von der evangelischen Kirche aus kommen wir über die Alte-Rathaus- Straße wieder zurück auf die Kaiserstraße. Zwischen zwei Geschäftslokalen eingefasst ist eine Kopie des Streitkreuzes von 1703 zu sehen, welches 1995 von der Waldbröler Ökomene, bestehend aus katholischer und evangelischer Kirche sowie der freien evangelischen Gemeinde, in Friedenskreuz umbenannt wurde. Früher stand das Original-Kreuz über hundert Jahre lang im Hillesheimer Garten (hinter den Geschäften).

Wir gehen die Kaiserstraße abwärts entlang und kommen am Amtsgericht vorbei zur katholischen Kirche, die jetzt das Original- Kreuz beherbergt. Es befindet sich über dem Hauptein- bzw. ausgang und ist dort von der Rückseite her zu sehen, die den Schutzpatron der katholischen Kirche, den Erzengel Michael, zeigt.

Von der katholischen Kirche aus geht es zum ehemaligen Inselplatz, der seit 2003 Zuccalmaglio-Platz heißt, und Standort des Zuccalmaglio- Denkmals ist. Es erinnert an Anton- Wilhelm von Zuccalmaglio (auch Wilhelm von Waldbrühl genannt), dessen Geburtshaus sich in der Hochstraße 11 befindet.

Auf diesem Wege in der Querstraße angekommen stehen wir vor der Gedenkstätte für die jüdischen Familien Elias, Salomon und Bettelheiser.

Von dort aus gehen wir zum Marktplatz und kommen am Feuerwehr-Depot in der Gerberstraße zur Gedenktafel für die gefallenen und verstorbenen Feuerwehrkameraden.

Weiter geht es am AWO-Haus vorbei über die Schladerner Straße und die Brölstraße zum Kreuz des alten katholischen Friedhofs . Links an diesem Kreuz ist die Gedenktafel von Josef Breiderhoff, Pfarrer von Kronenberg, zu sehen, in der Mitte die von Ferdinand Küppers, Pfarrer von Waldbröl (bis zum 23.06.1945) und rechts die seines Bruders, Wilhelm Küppers. Die beiden Brüder waren am 25.06.1945 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

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